Der goldne Topf (E.T.A. Hoffmann)

Inhaltsangabe

Der goldne Topf spielt in Dresden und ist laut E.T.A. Hoffmann ein Märchen aus der neuen Zeit. Das Werk ist in zwölf Vigilien eingeteilt. Der Student Anselmus stolpert in Dresden vor dem Schwarzen Tor über die Waren einer älteren Marktfrau. Diese verteilen sich auf dem Boden und Anselmus ersetzt von seinem knappen Geld den Schaden. Trotzdem verflucht sie ihn und sagt, dass er bald in einen Kristall fallen wird. Anselmus gibt das zu bedenken und er setzt sich am Elbufer unter einen Holunderbaum und denkt über das geschehene nach. Für ihn ist das keine neue Situation, denn sein Leben ist von Missgeschicken geprägt. Plötzlich erscheinen in der Baumkrone drei Schlangen, die ihn durch die anmutenden Stimmen verführen. Eine Schlange sorgt mit ihren blauen Augen dafür, dass Anselmus sich in sie verliebt. Zum Abend hin verschwinden die Schlangen in der Dämmerung in Richtung des Flusses und er fleht die Schlangen an, wieder zurückzukommen.

Anselmus trifft den Konrektor Paulmann, ein Freund von ihm. Mit dem Konrektor und seinen Töchtern, sowie Registratur Heerbrand ist er auf der Elbe. Er erkennt im Wasser Lichtreflektionen und hält diese für die Schlangen. Ohne nachzudenken, will er sich von der Gondel stürzen, um ins Wasser zu gelangen, was aber vom Bootsmann unterbunden wird. Nach den Geschehnissen offeriert Herabrann ihm einen Job, beim Archivar Lindhorst, als Kopierer alter Schriften. Anselmus freut sich über die Aufgabe und stimmt zu. Als er am nächsten morgen am Haus des Archivaren ankommt, sieht er das Gesicht der Marktfrau im Türklopfer. Die Klingelschnur wird zu einer Riesenschlange, die ihn versucht zu erwürgen. Anselmus wird daraufhin ohnmächtig und wird später wieder in seinem Bett wach. Sein Freund der Konrektor ist bei ihm.

Während Anselmus ohmächtig war, hat sich die alte Marktfrau um ihn gekümmert. Herabrann arrangiert in einem Kaffeehaus, ein Treffen mit Anselmus und Lindhorst. Lindhorst erzählt dort, dass er der Nachfahre eines Jünglings mit dem Namen Phosphorus und einer königlichen Feuerlilie sei. Vor 400 Jahren ist sein Vater gestorben und daraufhin hat er sich mit seinem Bruder gestritten. Dieser habe sich daraufhin mit einem Drachen zusammengeschlossen, welche nun einen Karfunkelstein bewachen. Niemand schenkt ihm Glauben, außer Anselmus, den die Geschichte mitnimmt. Der Konrektor überredet den Archivar Anselmus ab dem nächsten Tag mit den Kopierarbeiten zu beschäftigen.

Nach dem Gespräch mit Londhorst im Kaffeehaus fühlt Anselmus der Realität entzogen. Unter dem Holunderbusch erhofft er sich die blauäugige Schlange wiederzusehen. Die Arbeit bei dem Archivar hat er garnicht angetreten. An einem Abend trifft Lindhorst ihn an dem Baum an. Dort erzählt Anselmus ihm von seinen Gedanken und Erlebnissen. Londhorst sagt daraufhin, dass er der Vater der Schlangen sei und die blauäugige Serpentine heißen würde. Wenn Anselmus bei ihm arbeitet, werde er ihr etliche Male begegnen können. Um den Fluch der Marktfrau aufzulösen, verabreicht der Archivar ihm eine geheimnisvolle Flüssigkeit.

Paulmann hat sich währenddessen in Anselmus verliebt, da Heerbrand ihm eine Laufbahn als Hofrat voraussagt. Sie wäre nur all zu gerne in Zukunft als seine Frau die Hofrätin. Um Klarheit zu bekommen, geht sie zu einer Wahrsagerin. Diese nimmt unter anderem die Gestalt von der Marktfrau und Veronikas früher Kinderfrau an. Die behauptet auch Anselmus sei dem Zauber der Schlange verfallen. Veronika fleht die Wahrsagerin auf ihr zu Helfen, welche schließlich zustimmt.

Durch die Essenz kommt Anselmus ohne Schaden am Türklopfer von Lindhorst vorbei und möchte mit seiner Arbeit beim Archivar beginnen. Doch es scheint ein Spuk über dem Gebäude zu liegen, er nimmt außergewöhnliche Erscheinungen und Dinge war. In einem goldenen Topf erkennt er Spiegelungen, die ihn verzücken. Lindhorst verrät ihm, dass in dem Topf Serpentinas Mitgift sein soll. Anselmus erhält die Aufgabe fremdsprachige Texte abzuschreiben. Er arbeitet wie in einem Rausch und Londhorst rät sich an Serpentina zu halten.

Um Anselmus für sich zu gewinnen, opfert sich Veronika in die Hände der vermeintlichen Kinderfrau. Diese inszeniert ein mysteriöses nächtliches Ritual, woraufhin Veronika in eine Ohnmacht fällt. Als in Ihrem Bett aufwacht, hat sie einen Metallspiegel bei sich, in dem sie Anselmus sieht und sogar mit ihm reden kann.

Da Anselmus gute Arbeit geleistet hat, gibt Lindhorst ihm einer letzten Aufgabe und gleichzeitig Prüfung, er soll die Abschrift eines unersetzbaren und kostbaren Schriftstücks anfertigen. Doch plötzlich erscheint Sepentina und sagt Anselmus ihr Vater wäre ein verzauberter Salamander, der von Phosphorus einem Geisterfürsten, in ein Leben als problemloser Mensch verbannt wurde. Er kann nur erlöst werden, wenn jede der drei Schlangen-Töchter jemanden heiratet, der offen für eine Welt jenseits des Sichtbaren ist.

In Veronikas Metallspiegel kann Anselmus den Zauber als Interpretation seiner Fantasie erkennen. Das beruhigt ihn und er verliebt sich in Veronika. Daraufhin trinkt er viel Alkohol und die Dämonen kehren zurück. Dadurch wird er unkonzentriert und er ruiniert das wertvolle Schriftstück. Es erscheinen Geister, die ihn bestrafen sollen und er wird Ohmächtig. Als er aufwacht, befindet er sich in einer Kristallflasche.

Die alte Frau erscheint und teilt Anselmus mit, dass der Fluch wahr geworden ist. Dieser möchte sich jedoch nicht befreien lassen und fühlt sich schuldig gegenüber Serpentina. Die Alte hat währenddessen den goldnen Topf geklaut und Anselmus möchte das Kristall sprengen, um Serpentina zu erlösen. Es kommt zu einem Kampf zwischen Lindhorst und der Hexe, welchen Lindhorst gewinnt. Die Hexe wird vernichtet und Anselmus aus der Flasche befreit.

Anselmus ist nicht auffindbar und der Konrektor unterstellt ihm einen Verbindung mit dem Teufel. Heerbrand wurde zum Hofrat ernannt und möchte Veronika heiraten, welche einwilligt, da sie Hofrätin werden möchte. Lindhorst ermöglicht eine Vorstellung von Anselmus, dieser lebt mit Serpentina auf einem Rittergut in Atlantis. Lindhorst schließt damit ab, dass jeder Mensch einen Zugang zur Natur und derer Geheimnisse hat, in der alle Wesen im Einklang leben.


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