Mario und der Zauberer (Thomas Mann)

Inhaltsangabe

In der Novelle „Mario und der Zauberer“ von Thomas Mann, welche erstmals 1930 veröffentlicht wurde, geht es um die Show des italienischen Künstlers Cipolla. Das Geschehen wird aus der Sicht eines Familienvaters erzählt, der mit seiner Familie in Torre di Venere Urlaub macht.

Schon am Anfang ihres Urlaubs fühlt sich die Familie des Erzählers nicht wohl in Italien. Neben der überfüllten Stadt gibt es Probleme mit einer Dame im Hotel und die Familie zieht in eine Pension. Sie sind zwar froh um die neue Unterkunft, fühlen sich aber trotzdem nicht wohl. Die Hitze und der italienische Patriotismus gefallen ihnen nicht. Als ihre acht jährige Tochter kurz nackt am Strand herumläuft und die Familie eine Geldstrafe zahlen muss, denken sie über eine Abreise nach, entscheiden sich dann aber doch zu bleiben.

Kurz darauf entdecken sie Plakate für die Show des Zauber- und Unterhaltungskünstlers Cipolla, für die sie von ihrer Vermieterin Eintrittskarten erhalten. 

In freudiger Erwartung gehen sie zu der Show und entdecken im Publikum Freunde und Bekannte. Doch der Künstler Cipolla lässt auf sich warten. Sein äußeres Erscheinungsbild wird als merkwürdig und nicht humoristisch beschrieben. Er begegnet dem Publikum ablehnend und überlegend. Der Künstler beginnt seine Show, in dem er einen aufmüpfigen Jungen dazu bringt, dem Publikum seine Zunge heraus zu strecken. Nachdem Cipolla sich über ihn lustig gemacht hat, startet er sein Programm mit arithmetischen Übungen. Dabei hat er stets die richtige Lösung parat und zeigt dem Publikum so sein Können und seine Macht. Cipolla bringt Personen aus dem Publikum dazu, Dinge zu tun, die sie eigentlich nicht tun wollen oder entlockt ihnen Informationen. Dabei ist er stets darauf bedacht, dass keiner ihm widerstehen kann.

In der Pause berichtet auch der Erzähler das erste Mal von dem Bann, in das Cipolla sie zieht. Eigentlich will die Familie mit den Kindern gehen, doch die Kinder wollen noch bleiben und die Eltern stimmen zu, da auch sie der Faszination Cipollas unterliegen.

In der zweiten Hälfte der Show konzentriert sich der Hypnotiseur ganz auf die „Demonstration der Willensentziehung und -aufnötigung“ (S. 80). So lässt er mehrere Personen aus dem Publikum tanzen und schafft es auch jemanden zu hypnotisieren, der sich gegen ihn wehrt. Schließlich entdeckt Cipolla Mario, ein Bekannter der Familie im Publikum. Er bittet den Kellner auf die Bühne und beginnt ein Gespräch mit ihm. Cipolla lenkt das Gespräch auf Marios Geliebte Silvestra und hypnotisiert Mario, so dass Cipolla in seinen Augen Silvestra ist. Der Hypnotiseur verlangt, dass Mario in auf die Wange küsst. In diesem Moment wird Mario geweckt und verlässt den Saal beschämt und fluchtartig. Während seiner überstürzten Flucht, erschießt der Kellner Cipolla.

Der Familienvater verlässt mit den Kindern nun schnell die Show, während die Kinder das Ganze als Teil der Show ansehen.

nach oben

Weitere Lektürehilfen zu Mario und der Zauberer