Tschick (Wolfgang Herrndorf)

Personenbeschreibungen

Tschick – Name: Andrej Tschichatschow

Tschick wird näher auf den Seiten 42 bis 48 beschrieben. Er ist 14 Jahre alt in der Zeit, in der die Handlung spielt. Ursprünglich kommt er aus Rostow, einem Ort in Russland. Mit seinem Bruder lebt er jetzt in Berlin Marzahn und muss auf eine neue Schule gehen. Den Mitschülern ist der Name zu lang, daher wird er eingekürzt auf Tschick. Tschick spricht sehr gut Deutsch und mag das Spiel mit der Sprache. Die Familie von Tschick ist zwar deutschsprachig, trotzdem ist Russisch die offizielle Muttersprache des Jungen. Die Herkunft seiner Vorfahren beschreibt Tschick selbst als: Aus Überall. Die Verwandtschaft soll sich aus Wolgadeutschen, Volksdeutschen, jüdischen Zigeunern, Banater Schwaben und Walachen zusammensetzen.

Er ist mittelgroß und hat Schlitzaugen, sowie sehr hohe Wangenknochen. Der Schädel ist kantig und die Unterarme kräftig. Eine Narbe auf einem der Unterarm ist sehr auffällig. Der Mund wirkt so, als wenn Tschick immer eine Zigarette im Mundwinkel hat, auch wenn er gerade nicht raucht. Seine Beine sind dünn.

In der Schule trägt er meist ein schmuddeliges weißes Hemd und eine Billigjeans. Vermutlich bringt ihm das auch den abfälligen Spitznamen Asi ein, den viele seiner Mitschüler für ihn verwenden. Sein Mitschüler und späterer Freund Maik beschreibt Tschicks Schuhe als tote Ratten. Von Maik wird er neu eingekleidet und tritt seitdem in einer ordentlichen Jeans, einem grauen Jackett mit einer coolen Sonnenbrille auf.

Das Besondere an Tschick ist die schulische Laufbahn. Er soll innerhalb von 4 Schuljahren einen Wechsel von einer Förderschule auf das Gymnasium hingelegt haben, an dem er auch Maik kennenlernt.

Freundschaftliche Kontakte sind Tschick nicht so wichtig, so dass er sich wenig darum kümmert, Freunde zu finden. Die Beziehung zu Maik entsteht eher zufällig.

Tschicks Alkoholproblem wird bereits am ersten Tag in der neuen Schule offensichtlich und schlägt sich deutlich in seinen Noten nieder.

Von seinem Bruder lernt er Dinge wie Autos klauen und kurzschließen.

Maik – Name: Maik Klingenberg

Maik mag es nicht, wenn sein Name verniedlicht wird. Eine Zeitlang wurde er Psycho genannt, doch das ging schnell wieder vorbei. Er ist ein Einzelgänger, wie Tschick auch.

Aus reichem Elternhaus stammend, wird Maik mit schicken Klamotten verwöhnt, er möchte aber nicht als reich und verwöhnt gelten und trägt daher besonders gern eine weiße billige Jacke aus China, auf der ein Drache prangt.

Auch Maik ist 14 in der Zeit, in der die Handlung spielt. Seine Mutter ist Alkoholikerin und der Vater hat seine Firma gerade heruntergewirtschaftet. Das beschäftigt Maik jedoch nicht so sehr, weil er sich mit den Gedanken an Mädchen befasst. Er empfindet seine Körpergröße selbst als zu gering und kennt sein Problem, mit anderen in Kontakt zu treten.

Er leidet darunter, dass er nicht zu Tatjanas Geburtstagsparty eingeladen. Das beschäftigt ihn sehr. Und verfestigt seine Meinung über sich selbst, dass er reich, feige und wehrlos ist.

Im sportlichen Bereich ist Maik erfolgreich und er gilt als hervorragender Hochspringer.

Er wird auf Seite 7 kurz vorgestellt und näher auf den Seiten 21 bis ca. Seite 26 ausführlicher beschrieben, bzw. werden seine Gedanken dort präziser ausgeführt.

Maik konnte Tschick am Anfang nicht leiden. Die Freundschaft entwickelt sich erst während der Handlung, wobei sie lange nicht als Freundschaft gesehen wird.

Isa – Name Isa Schmidt

Auch Isa ist 14, wie die beiden anderen Hauptfiguren in dem Buch. Sie trifft auf Tschick und Maik, als diese bereits auf ihrer abenteuerlichen Tour unterwegs sind. Isa ist komplett verwahrlost und verdreckt. Sie ist obdachlos. Als sich die drei treffen, läuft sie barfuß, trägt eine Army-Hose, die hochgekrempelt ist und ein schmutziges Shirt. Das Gesicht wird mit wulstigen Lippen, einer schmalen Nase und ebenfalls schmale Augen beschrieben. Maik beschreibt ihre Frisur: Es sieht aus, als wenn die Schneidemaschine beim Haareschneiden kaputt gegangen wäre. Isas Markenzeichen ist eine Holzkiste, die sie ständig bei sich trägt und hütet, wie einen wertvollen Schatz.

Im Umgang mit den beiden Jungs ist sie frech und pöbelt sie nur an. Tschick findet Isa wenig anziehend, weil sie so aufdringlich ist und aus seiner Sicht ziemlich stinkt. Außerdem provoziert sie ihn zu sehr und wirkt auf Tschick wie eine Verrückte.

Maik nimmt Isa als geheimnisvolle Person wahr und weil sie keine Informationen darüber preis gibt, wo sie her kommt und was sie auf der Müllkippe macht, auf der sie sich treffen.

Der Sprachgebrauch von Isa ist vulgär und provokant. Trotzdem macht sie deutlich, dass sie nicht dumm ist und über ein gutes allgemeines Wissen und viele Interessen verfügt. Sie scheint keine Scham zu empfinden, denn sie zieht sich vor den Jungen aus und spricht auch intime Themen auf der ihr eigenen schnodderigen Art an.

Isa wird auf den Seiten 150 ff näher beschrieben.

Dass Maik und Tschick Isa mitnehmen ist dem Umstand zu verdanken, dass sie dafür gesorgt hat, dass sie das geklaute Auto wieder betanken konnten. Maik und Isa nähern sich an und unterhalten sich über alles Mögliche. Tschick toleriert sie zwar, aber die beiden kommen sich nicht näher.

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